Cornelius Zimmermann, Germany / January-March 2006


Cornelius Zimmermann, Freiburg, Germany

Ausbildung: Universität Freiburg (Erstes jurisitisches Staatsexamen 2004), Zweites juristisches Staatsexamen 2006, Schwerpunkt Europäisches und Internationales Privatrecht

Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Latein, Italienisch, Hebräisch, Arabisch

Kontakt: corneliusz@web.de

Nachdem ich in Freiburg Jura studierte, absolvierte ich ebenfalls in Freiburg im April 2006 das zweite juristische Staatsexamen. Mein Ziel ist es, Anwalt zu werden und ich würde mich freuen, wenn ich in der Zukunft eine berufliche Verbindung zu Israel halten könnte, z. B. im Bereich deutsch-israelischer Wirtschaftsbeziehungen.

Ich arbeitete von Januar bis März 2006 bei Heskia Hacmun als Praktikant. Mein Praktikum war Teil meines Rechtsreferendariats. Ich wählte Israel als abschließenden Teil dieser zweijährigen Phase, um die Gelegenheit zu nutzen, mehr über das israelische Recht zu lernen und das israelische Rechtswesen zu beobachten und kennenzulernen. Aber es ging mir auch darum, eine Zeit lang in diesem spannenden Land zu leben, bevor ich in mein Berufsleben als Anwalt startete. Rückblickend kann ich sagen, dass meine Zeit bei Heskia Hacmun sowohl in beruflicher als auch persönlicher Hinsicht ein voller Erfolg war:

Die besondere Atmosphäre bei Heskia Hacmun

Bei Heskia Hacmun treffen Referendare auf eine freundschaftliche, entgegenkommende und anspruchsvolle Atmosphäre. Der Anspruch dieses Teams aus jungen Anwälten ist es, als ein wirkliches Team zusammen zu arbeiten und als solches auf der Basis einer gemeinsamen Philosophie erfolgreich zu sein. Jede Woche findet ein Meeting statt, in welchem bei leckeren israelischen Snacks das Team über aktuelle Fälle, Entwicklungen, Termine und Probleme informiert wird, um dafür zu sorgen, dass jedes Teammitglied auf dem aktuellen Stand bezüglich der Arbeit des Kollegen ist. Dieses Meeting beginnt immer mit einem kurzen Vortrag über eines der Leitprinzipien der Kanzlei.

Für mich als Referendar bedeutete diese Atmosphäre das Gefühl, vom ersten Tag an, Teil des Teams zu sein und einen Beitrag zu seiner Arbeit zu leisten. Die Mitarbeiter bei Heskia Hacmun betonten oft, wie wichtig es ist, sich nicht mit seiner Arbeit hinter seiner Tür zu verstecken, sondern den Kontakt zu den anderen Kollegen zu suchen, an Gerichtsverhandlungen teil zu nehmen und am Ball zu bleiben. Dies bedeutet auch, dass gute Beziehungen nicht an der Kanzleitür enden, sondern sich auch nach Feierabend zum Beispiel bei einem Bier mit den Kollegen fortsetzt. Schließlich fördert diese Atmosphäre auch die hohen Ansprüche der Kanzlei, kreativ und effizient im Bereich der rechtlichen Unternehmensführung zu sein.

Da mein Hebräisch zu diesem Zeitpunkt noch nicht so ausgereift war, um an israelischen Fällen zu arbeiten, war es meine Aufgabe, an Fällen mit internationalem Bezug zu arbeiten. Neben juristischen Übersetzungen (Deutsch-Englisch, Englisch-Deutsch), Online-Recherchen und Korrespondenz mit deutschen Kollegen waren meine Hauptaufgaben die Arbeit an einem israelisch-schweizerischen Strafrechtsfall und die Unterstützung bei der Gründung eines Immobilieninvestmentunternehmens.

Israel kennenlernen – neben der Arbeit

Neben der juristischen Arbeit legt Heskia Hacmun viel Wert darauf, dass ausländische Referendare etwas über Israel und sein Volk lernen. Ich hatte daher die Gelegenheit, Ausflüge durch das Land zu unternehmen und zweimal die Woche an einem „Ulpan“ teilzunehmen, einem legendären Intensivsprachkurs in Hebräisch für Einwanderer. Etwas über Israel lernen kann bei Heskia Hacmun auch heißen, die Nacht im Ha’Oman 17, Tel Aviv’s Nummer 1 Club, zu verbringen, welcher ein Mandant der Kanzlei ist. Wenn du Praktikant bei Heskia Hacmun bist, musst du nur eine SMS senden, um dir deinen Platzt auf der Gästeliste zu sichern.

Wenn man in Israel ist, stellt sich auch die Frage der Sicherheit. Aber auch hier lässt dich Heskia Hacmun nicht allein. Eine meiner ersten Aufgaben war es, meine Handynummer in der Kanzlei zu hinterlegen, so dass mich immer jemand erreichen konnte, sollte tatsächlich etwas passieren.

Heskia Hacmun betreibt ein aktives Netzwerk mit ehemaligen Mitarbeitern und betont, nicht den Kontakt verlieren zu wollen, wenn man die Kanzlei und das Land verlässt.

Ich hoffe also, dass die Zusammenarbeit mit der Kanzlei noch nicht beendet ist und ich auch in Zukunft mit ihnen zusammenarbeiten kann.