Lisa Wiese, Leipzig Deutschland / Februar – März 2019



Im Rahmen meiner Wahlstation war ich für 2 Monate bei der international tätigen Kanzlei Heskia-Hacmun in Tel Aviv, Israel. Die Anwälte der Kanzlei sind alle außerordentlich freundlich, hilfsbereit und kompetent. Die Fälle sind sehr spannend und man bekommt einen guten Einblick nicht nur in das israelische Recht,
sondern auch die israelisch-jüdische Kultur. Ich hatte die Möglichkeit bei Mandatengesprächen mit Holocaust-Überlebenden dabei zu sein und selbst ein Interview zu führen. Darüber hinaus nahm ich bei einer Verhandlung vor dem Supreme Court in Jerusalem (israelischer BGH) teil, bei der ein Präzedenzfall verhandelt wurde, was sehr spannend war. Neben Wiedergutmachungs- und Restitutionsfälle für Holocaust Opfer oder deren Erben gewann ich Einblick in diverse Diskriminierungsfälle und Vertragsprüfung im Bereich Gesellschafts- und Erbrecht. Besonders positiv fällt das Arbeitsklima in der Kanzlei auf. Alle Mitarbeiter sind motiviert, hurmorvoll, aufmerksam und immer bereit auf Fragen einzugehen oder Sachverhalte zu erläutern. Von der Praktikanten wird erwartet, dass sie proaktiv sind und übertragene Aufgaben zuverlässig erledigen. Das Büro liegt direkt am Strand und hat eine tolle Aussicht auf das Meer. Zu meiner Zeit waren noch andere Praktikanten und Referendare in der Kanzlei, sodass man stets in Gesellschaft war.

Während des Aufenthalts hatte ich zudem die Möglichkeit das Land zu bereisen und die jüdische Gesellschaft und Kultur kennenzulernen. Israel ist unglaublich vielseitig, das Essen in Tel Aviv ist wahnsinnig gut und das Wetter läd zum Baden ein. Was jedoch bei einem Aufenthalt in Tel Aviv bedacht werden sollte sind die hohen Lebenshaltungskosten.

Alles in allem war es eine tolle und erfahrungsreiche Zeit, die ich nicht missen möchte.

-Lisa Wiese (28)-