Julia Stubenrauch, Deutschland / Juni – August 2006


Julia Stubenrauch

München, Deutschland

Ausbildung: Ludwig-Maximilian-Universität, München, 1. Staatsexamen 2004, 2. Staatsexamen 2006

Sprachen: Deutsch, Englisch

Kontakt: julia.stubenrauch@gmx.net

Ich hielt mich für zweieinhalb Monate in Israel auf. Es war mein erster Aufenthalt in Israel und ich kann nicht sagen, dass ich irgendwelche spezifischen Erwartungen hatte.

Ich war schon immer an Israel wegen seiner historischen, kulturellen und politischen Bedeutung interessiert und wollte eine Weile dort leben. Da die deutschen Nachrichten meist nur die Gewalt in den palästinensischen Gebieten zeigen, bekommt man lediglich einen sehr kleinen Ausschnitt aus dem Leben in Israel mit. Aus diesem Grund wollte ich dorthin reisen und es mit meinen eigenen Augen sehen. Den letzten Teil der juristischen Ausbildung in der Kanzlei Heskia-Hacmun zu absolvieren, schien mir dabei die beste Gelegenheit zu sein.

Was ich gefunden habe, ist ein Land voller Vitalität und lebenslustiger Menschen. Alle meine Bedenken, in ein Land zu kommen, in dem ich nicht eine einzige Person kennen würde, wurden vom ersten Moment an in Luft aufgelöst. Ich wurde noch nie zuvor mit einer so wohlwollenden und ehrlichen Herzlichkeit empfangen. 

Arbeiten in der Kanzlei Heskia – Hacmun

Was meine Arbeit in der Kanzlei Heskia – Hacmun betrifft, so war ich überrascht, dass alle in der Kanzlei so informell waren, nichts im Vergleich zu der steifen Atmosphäre, die man in einigen deutschen Kanzleien findet. Heskia – Hacmun ist eine junge, freundschaftliche Anwaltskanzlei, in der Teamgeist kein oberflächlicher Begriff ist, sondern jeden Tag gelebt wird. Das gemeinsame Frühstück am Sonntag zum Beispiel, gefolgt von einem kurzen Treffen, um alle über die anstehenden Themen der neuen Woche zu informieren, stellt sicher, dass sich alle Kollegen auf persönlicher Ebene treffen und darüber informiert sind, was alle anderen tun. Das ist nicht nur eine effektive, sondern auch sehr soziale Möglichkeit, um in die Woche zu starten.

Als Rechtspraktikant ist man ein willkommener Teil von allem. Alle im Büro sind sehr freundlich und  bemüht darum, dass man sich wie Zuhause fühlt. An meinem ersten Arbeitstag hatte ich den perfekten Start im Büro mit einem Betriebsausflug in einen Wasserpark, wo ich alle zwanglos und außerhalb der Arbeit kennenlernte. Die Einladung zu einem wunderbaren Barbecue im Haus von Amos Hacmuns Familie gab mir das Gefühl wirklich ein Teil der großen Familie zu sein, die das Büro zu sein scheint.

Meine Arbeit im Bereich des internationalen Zivil- und Handelsrechts war interessant und ich hatte die Möglichkeit einen Einblick in das israelische Rechtssystem zu bekommen, indem ich die Kollegen zu Gericht begleitete. Dadurch, dass mir die Anwaltskollegen oft kurze Zusammenfassungen der Rechtsfälle und Erläuterungen zu allen aufkommenden Fragen gaben, konnte ich Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem deutschen und israelischen Rechtssystem finden.

Israel kennenlernen, nicht nur aus einer rechtlichen Sichtweise

Zudem hatte ich Zeit das Land kennenzulernen und jeder im Büro von Heskia-Hacmun hat perfekte Arbeit dabei geleistet, um meinen Aufenthalt zu einer unvergesslichen Zeit zu machen. Egal ob es dabei um die Planung der Wochenendreisen durch das Land oder um die Abendgestaltung ging, jeder in der Kanzlei Heskia-Hacmun gibt einem Hilfestellung und sorgt dafür, dass man sich zu keinem Zeitpunkt alleine fühlt.

Nach dem was ich gesehen habe ist Israel ein vielfältiges Land. Mit dem nie schlafenden Tel Aviv, wo Menschen zu jeder Tag- und Nachtzeit in Bars und Cafés sitzen und ihr Leben genießen habe ich die perfekte Stadt für einen Aufenthalt gefunden.

Hierher zu kommen war eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte!