Sarah Winter, Deutschland / Januar – Maerz 2017


Ich war froh, mein Praktikum in der Kanzlei Heskia-Hacmun in Tel Aviv von Januar 2017 bis März 2017 absolvieren zu dürfen. Ich habe die Anwaltskanzlei Heskia-Hacmun auf der Homepage der deutsch-israelischen Juristenvereinigung gefunden. Aufgrund der Beziehungen zu Deutschland, der vielen deutschen Mandanten und Rechtsangelegenheiten und der daraus entstehenden Möglichkeit aktiv an Fällen mitzuarbeiten habe ich mich schlussendlich für diese Kanzlei entschieden.

Ein weiterer Grund war die Lage der Kanzlei im 17 Stock eines Bürogebäudes direkt am Meer. Man konnte somit nicht nur eine wunderbare Aussicht genießen, sondern auch seine Mittagspause am Strand verbringen.

Ein Vorteil der Kanzlei ist ihre Größe. Mit nur fünf Anwälten und in der Regel drei bis vier Auszubildenden oder Praktikanten herrscht eine angenehme Stimmung. Man fühlt sich hier sehr wohl und als Teil des Teams. Von Anfang an wurde ich von Adi Zalk, dem zuständigen Anwalt für die Praktikanten und Referendare, sehr offen und herzlich aufgenommen. Meine anfängliche Aufregung schwand somit schnell.

Darüber hinaus bestand häufig die Möglichkeit, die Anwälte zu Gerichtsterminen oder Terminen mit Mandanten zu begleiten. Während meiner Zeit in der Kanzlei durfte ich an einer Abendveranstaltung in der Universität von Tel Aviv zum Thema „Rosenburg-Akte“ teilnehmen, an der auch Heiko Maas und die israelische Justizministerin teilnahmen.

Die täglichen Aufgaben variieren stark. Der Schwerpunkt der Kanzlei liegt auf juristischen Dienstleistungen für Unternehmen und Handel in Israel, Bankwesen, Streitbeilegung, internationalen Transaktionen, Patenten- und Markenrecht, Steuerrecht sowie Erbrecht und Immobilienrecht. Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit hier lag jedoch im Erbrecht. Zu meinen Aufgaben gehörte die Erstellung von Rechtsgutachten, Übersetzungen und die juristische Recherche zum deutschen und internationalen Recht. Weiterhin gehörte auch die Korrespondenz und der Entwurf bzw. die Einreichung von Anträgen bei mehreren deutschen und israelischen Behörden sowie anderen Institutionen, zu meinen Tätigkeiten.

Auch wenn die Amtssprache Hebräisch ist, was manchmal aufregend bei dem Gang zu den Behörden sein kann, wird im Büro viel Deutsch gesprochen. Auch die Schriftsätze werden größtenteils in deutscher oder englischer Sprache verfasst.

Nicht nur die Stadt Tel Aviv, sondern auch das ganze Land Israel hat viel zu bieten. Heskia-Hacmun legt großen Wert darauf, das Praktikanten das Land und seine Kultur kennenzulernen. Einem wird somit genug Zeit zum Reisen gelassen. Durch die kurzen Entfernungen hat man die Möglichkeit, in wenigen Wochen viel zu reisen, spannende Orte zu sehen und viele Eindrücke zu sammeln.

Zusammenfassend kann ich jedem ein Praktikum in Tel Aviv empfehlen! Es ist eine großartige Gelegenheit eine völlig andere Art des Lebens und Arbeitens kennenzulernen und dabei eine tolle Zeit zu haben.

Vielen Dank an das gesamte Team von Heskia-Hacmun für diese einmalige Gelegenheit.